Eine kurze Unaufmerksamkeit genügt, und schon ist es passiert: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde überschritten. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 18 km/h gehört zu den häufigsten Verkehrsverstößen auf deutschen Straßen. Doch auch wenn es geringfügig erscheint, hat dieses Vergehen klare Konsequenzen. Die Höhe des Bußgeldes und mögliche weitere Sanktionen hängen entscheidend davon ab, wo der Verstoß stattgefunden hat. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen detailliert, welche Strafen Ihnen drohen, wenn Sie 18 km/h zu schnell fahren, und worauf Sie besonders achten müssen.
Wir zeigen Ihnen die exakten Bußgelder für Verstöße innerorts und außerorts, erläutern die speziellen Regelungen für Fahranfänger in der Probezeit und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie solche kostspieligen Fehler in Zukunft vermeiden können. So erhalten Sie einen klaren Überblick über die rechtliche Lage und können sich sicher im Straßenverkehr bewegen.
Was passiert bei 18 km/h zu schnell? Ein Überblick

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 18 km/h wird in Deutschland als Ordnungswidrigkeit eingestuft und nach dem aktuellen Bußgeldkatalog geahndet. Die wichtigste Unterscheidung für die Höhe der Strafe ist, ob Sie innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften geblitzt wurden. Innerorts sind die Strafen grundsätzlich höher, da hier das Gefährdungspotenzial für andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer deutlich größer ist.
Bei jeder Geschwindigkeitsmessung wird zudem eine Toleranz abgezogen, um potenzielle Messungenauigkeiten auszugleichen. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h beträgt dieser Abzug in der Regel 3 km/h. Fahren Sie also laut Tacho 71 km/h in einer 50er-Zone, wird Ihnen nach Abzug der Toleranz eine Überschreitung von 18 km/h zur Last gelegt. Die folgenden Faktoren bestimmen die genaue Strafe:
- Ort des Verstoßes: Innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften.
- Fahrzeugtyp: Für Pkw gelten andere Sätze als für Lkw oder Pkw mit Anhänger.
- Dauer der Fahrerlaubnis: Für Fahranfänger in der Probezeit gelten besondere Regelungen.
- Toleranzabzug: Die gemessene Geschwindigkeit wird um einen Toleranzwert reduziert.
Auch wenn bei 18 km/h zu viel in der Regel noch kein Punkt in Flensburg droht, wird der Verstoß registriert und kann bei wiederholten Auffälligkeiten Konsequenzen haben.
Bußgelder für 18 km/h zu schnell innerorts

Innerhalb geschlossener Ortschaften gelten strenge Tempolimits, meist 50 km/h oder in verkehrsberuhigten Bereichen 30 km/h. Der Grund dafür ist die hohe Verkehrsdichte und die Anwesenheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung erhöht hier den Anhalteweg drastisch und steigert das Unfallrisiko erheblich.
Wenn Sie mit einem Pkw 18 km/h zu schnell innerorts erwischt werden, müssen Sie mit einem Verwarngeld von 70 € rechnen. Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg oder ein Fahrverbot gibt es für diesen Verstoß noch nicht. Für andere Fahrzeugtypen gelten jedoch strengere Regeln, da von ihnen eine größere Gefahr ausgeht.
Was kostet es, 18 km/h zu schnell außerorts zu fahren?
Außerhalb geschlossener Ortschaften, also auf Landstraßen oder Autobahnen, sind die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße tendenziell niedriger. Das liegt daran, dass die potenzielle Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer geringer eingeschätzt wird. Dennoch ist auch hier die Einhaltung der Geschwindigkeit entscheidend für die Verkehrssicherheit.
Für eine Überschreitung von 18 km/h zu schnell außerorts mit einem Pkw sieht der Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von 60 € vor. Auch hier werden keine Punkte fällig und es droht kein Fahrverbot. Beachten Sie, dass auch auf Autobahnbaustellen mit Tempolimit die Regelungen für „außerorts“ gelten, sofern sich die Baustelle nicht innerhalb einer Stadt befindet.
| Verstoß (18 km/h zu schnell) | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Innerorts (Pkw) | 70 € | 0 | Nein |
| Außerorts (Pkw) | 60 € | 0 | Nein |
| Innerorts (Pkw mit Anhänger) | 80 € | 0 | Nein |
| Außerorts (Pkw mit Anhänger) | 70 € | 0 | Nein |
| Innerorts (Lkw über 3,5 t) | 160 € | 1 | Nein |
| Außerorts (Lkw über 3,5 t) | 140 € | 1 | Nein |
Konsequenzen für Fahranfänger in der Probezeit

Für Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe haben Verkehrsverstöße oft weitreichendere Folgen. Das Verkehrsrecht unterscheidet hier zwischen A-Verstößen (schwerwiegende Zuwiderhandlungen) und B-Verstößen (weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen). Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 18 km/h ist jedoch ein sogenannter „einfacher“ Verstoß.
Erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h handelt es sich um einen A-Verstoß, der probezeitrelevante Maßnahmen nach sich zieht. Dazu gehören die Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre und die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Wer also 18 km/h zu schnell fährt, muss zwar das Bußgeld zahlen, aber keine direkten Konsequenzen für die Probezeit fürchten. Dennoch sollte dieser Verstoß als ernste Warnung verstanden werden, das eigene Fahrverhalten kritisch zu hinterfragen.
So vermeiden Sie Bußgelder und fahren sicher
Der effektivste Weg, Strafen zu entgehen und die Sicherheit für alle zu erhöhen, ist eine vorausschauende und regelkonforme Fahrweise. Die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen schützt nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem Leben. Moderne Assistenzsysteme wie ein Tempomat oder ein Geschwindigkeitsbegrenzer können dabei eine wertvolle Unterstützung sein.
Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig auf den Tacho zu schauen und aufmerksam auf die Beschilderung zu achten. Besonders in unbekannten Gebieten oder bei wechselnden Tempolimits ist hohe Konzentration gefragt. Vermeiden Sie Ablenkungen durch das Smartphone oder laute Musik und planen Sie genügend Zeit für Ihre Fahrten ein, um nicht in Hektik zu geraten. Ein souveränes und defensives Fahren ist der Schlüssel zu einer sicheren und entspannten Mobilität. Mehr zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung und den allgemeinen Konsequenzen finden Sie in unserem weiterführenden Ratgeber.


Hallo zusammen,
ich überlege gerade, ob ich meinen Führerschein in einem zweiwöchigen Intensivkurs machen soll, da ich leider nur wenig Zeit habe. Ich bin mir aber unsicher, ob der Lernstress dabei nicht zu hoch ist und ob man in so kurzer Zeit wirklich gut fahren lernt.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen „Crashkursen“? Lohnt sich das Geld dafür oder ist es eher eine schlechte Idee?
Hallo,
vielen Dank für Ihre Überlegung und das Teilen Ihrer Gedanken. Es ist absolut verständlich, dass Sie sich fragen, ob ein Intensivkurs die richtige Wahl für Sie ist, besonders wenn die Zeit knapp ist. Viele Fahrschüler stehen vor einer ähnlichen Entscheidung.
Ein Intensivkurs kann tatsächlich eine gute Option sein, um den Führerschein in kurzer Zeit zu erwerben. Der Lernstoff wird komprimierter vermittelt, was für manche Lernstile sehr effektiv sein kann. Allerdings ist es, wie Sie richtig anmerken, wichtig, den möglichen Lernstress nicht zu unterschätzen. Es erfordert eine hohe Konzentration und Disziplin, um in so kurzer Zeit die notwendigen Fähigkeiten und das Wissen zu erlangen.
Ob sich das Geld lohnt, hängt stark von Ihrer individuellen Lerngeschwindigkeit und Ihrer Fähigkeit ab, unter Druck zu lernen. Es gibt durchaus Fahrschüler, die von solchen Kursen profitieren und sich danach sicher im Straßenverkehr bewegen. Andere wiederum benötigen etwas mehr Zeit, um die Inhalte zu verarbeiten und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ich hoffe, diese Gedanken helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidung. Für weitere Einblicke und vielleicht auch andere Perspektiven lade ich Sie herzlich ein, meine weiteren Beiträge
Danke für den Artikel zum Thema Führerschein. Mein Budget ist leider extrem knapp und ich suche dringend nach allen legalen Möglichkeiten, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Der Artikel hat zwar die Grundlagen gut erklärt, aber ich frage mich, ob es noch speziellere Spartipps gibt, die nicht erwähnt wurden.
Zum Beispiel: Wie sieht es mit den Kosten für Online-Theoriekurse im Vergleich zu Präsenzunterricht aus – kann man da wirklich viel sparen? Gibt es bestimmte Tricks beim Vergleich von Fahrschulpreisen, um wirklich das günstigste Angebot zu finden, ohne an Qualität zu sparen? Und gibt es überhaupt legale Wege, an günstigen Übungsplätzen etwas vorab zu lernen, um teure Fahrstunden zu reduzieren?
Ich würde mich riesig freuen, wenn andere User hier ihre persönlichen Spartricks und Erfahrungen teilen könnten. Jeder Tipp, wie man beim Führerschein legal Geld sparen kann, ist willkommen!
Gerne geschehen. Es freut mich, dass der Artikel die Grundlagen gut erklären konnte, und ich verstehe Ihre Suche nach weiteren spezifischen Spartipps sehr gut. Ihre Fragen zu Online-Theoriekursen, dem Vergleich von Fahrschulpreisen und legalen Möglichkeiten, vorab zu üben, sind absolut relevant und zeigen, wie wichtig es ist, jede Möglichkeit zur Kostenreduzierung zu nutzen, ohne dabei an Qualität einzubüßen.
Es ist in der Tat so, dass Online-Theoriekurse oft eine kostengünstigere Alternative zum Präsenzunterricht darstellen können, da sie oft flexibler sind und weniger Overhead-Kosten verursachen. Beim Vergleich von Fahrschulpreisen lohnt es sich, nicht nur auf den Gesamtpreis zu achten, sondern auch auf die Anzahl der enthaltenen Pflichtstunden, die Kosten für zusätzliche Fahrstunden und eventuelle Gebühren für Lehrmaterialien oder Prüfungsanmeldungen. Manchmal kann ein auf den ersten Blick teureres Paket am Ende günstiger sein, wenn es mehr Leistungen beinhaltet. Was legale Übungsplätze angeht, ist dies ein Bereich, der stark von den lokalen Bestimmungen abhängt. In einigen Regionen gibt es Übungs
Die Verantwortung im Straßenverkehr und die Verkehrssicherheit sind unbestreitbar zentrale Elemente. Doch während ich diesen Artikel über hochmoderne Fahrassistenzsysteme lese, fühle ich mich in meiner Fahrschule ins falsche Jahrhundert versetzt. Ich, der moderne Technik, Elektroautos und digitale Anzeigen liebt, muss mich mit einem 15 Jahre alten Diesel mit kratzendem Getriebe abmühen. Wie sollen wir eine umfassende Verantwortung für die Verkehrssicherheit übernehmen, wenn uns die Fahrzeuge, auf denen wir lernen, die Realität des modernen Straßenverkehrs vorenthalten? Die Assistenzsysteme, die hier beschrieben werden, sind Standard in den meisten Neuwagen und tragen maßgeblich zur Sicherheit bei. Doch davon sehen wir in der Ausbildung nichts. Warum wird in Fahrschulen nicht auf modernen Fahrzeugen ausgebildet, die die heutige Technik und die damit verbundenen Herausforderungen und Vorteile widerspiegeln? Es ist an der Zeit, dass die Fahrausbildung im 21. Jahrhundert ankommt.
Vielen Dank für Ihren sehr aufschlussreichen Kommentar. Sie sprechen einen wichtigen Punkt an, der die Kluft zwischen der aktuellen Fahrausbildung und der rasanten Entwicklung der Fahrzeugtechnologie verdeutlicht. Es ist tatsächlich eine Herausforderung, umfassende Verantwortung für die Verkehrssicherheit zu vermitteln, wenn die Lernumgebung nicht die Realität des modernen Straßenverkehrs widerspiegelt. Ihre Beobachtung, dass moderne Assistenzsysteme in Neuwagen Standard sind und maßgeblich zur Sicherheit beitragen, ist absolut richtig.
Die Modernisierung der Fahrschulausbildung ist ein Thema, das in der Branche immer wieder diskutiert wird. Es gibt sicherlich viele Gründe, warum Fahrschulen oft auf ältere Fahrzeuge zurückgreifen, von Kostenfragen bis hin zur Verfügbarkeit. Dennoch ist es unerlässlich, dass die Ausbildung die technologischen Fortschritte aufgreift, um Fahranfänger optimal auf die heutige Verkehrswelt vorzubereiten. Ihr Kommentar unterstreicht die Notwendigkeit, hier dringend nachzubessern. Ich empfehle Ihnen, auch einen Blick auf die anderen Artikel zu werfen, die ich veröffentlicht habe.
18 km/h zu schnell… da muss ich schon schmunzeln, wenn ich sowas lese. Klar, Verantwortung ist wichtig, keine Frage. Aber wenn du mal die Ausbildung für einen CE-Führerschein durch hast, mit all den Stunden auf dem Bock, den Bremswegen, den Abmessungen, dem Rangieren auf engstem Raum, dann wirken 18 km/h zu
Vielen dank für deinen kommentar und deine perspektive als erfahrener lkw-fahrer. ich verstehe gut, was du meinst, wenn es um die dimensionen und das fahrgefühl eines lkws geht. es ist absolut richtig, dass das eine ganz andere welt ist als ein pkw und die verantwortung, die man trägt, enorm.
dein einwand ist sehr wertvoll und zeigt, wie unterschiedlich geschwindigkeitsüberschreitungen je nach fahrzeugtyp und kontext wahrgenommen werden können. ich stimme dir zu, dass die ausbildung zum ce-führerschein tiefgreifendes wissen und viel erfahrung vermittelt, die für die sicherheit auf der straße unerlässlich sind. ich lade dich ein, auch meine anderen artikel zu lesen, vielleicht findest du dort weitere interessante gedanken.