Der Rollerführerschein der Klasse AM ist für viele Jugendliche der erste Schritt in die motorisierte Unabhängigkeit. Er ermöglicht das Fahren von Kleinkrafträdern wie Motorrollern, Mopeds oder sogar leichten vierrädrigen Fahrzeugen und bietet damit eine flexible Alternative zum Fahrrad oder öffentlichen Nahverkehr. Der Weg zur Fahrerlaubnis ist klar strukturiert und umfasst eine theoretische sowie eine praktische Ausbildung samt Prüfungen.
Dieser Leitfaden bietet Ihnen einen vollständigen Überblick über alle wichtigen Aspekte des AM-Führerscheins für die Jahre 2025 und 2026. Wir erklären Ihnen detailliert die Voraussetzungen, den Ablauf der Ausbildung, die genaue Zusammensetzung der Kosten und welche Fahrzeuge Sie mit dieser Klasse führen dürfen. So sind Sie bestens vorbereitet, um sicher und gut informiert in Ihre mobile Zukunft zu starten.
Führerscheinklasse AM: Was darf man damit fahren?

Die Führerscheinklasse AM ist die offizielle Bezeichnung für die Fahrerlaubnis von Kleinkrafträdern in Deutschland und ersetzt die früheren Klassen M und S. Sie berechtigt zum Führen von Fahrzeugen, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 45 km/h nicht überschreitet. Bei Verbrennungsmotoren darf der Hubraum maximal 50 cm³ betragen, bei Elektromotoren liegt die maximale Nenndauerleistung bei 4 kW.
Das Mindestalter für den Erwerb der Klasse AM liegt in Deutschland bei 15 Jahren. Eine wichtige Einschränkung ist jedoch zu beachten: Bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres gilt die Fahrerlaubnis ausschließlich für Fahrten innerhalb Deutschlands. Folgende Fahrzeugtypen sind in der Klasse AM inbegriffen:
- Zweirädrige Kleinkrafträder: Mopeds und Motorroller.
- Dreirädrige Kleinkrafträder: Zum Beispiel Minitrikes.
- Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge: Sogenannte Mopedautos oder Minicars mit einer Leermasse von höchstens 425 kg.
Der Weg zum Rollerführerschein: Ausbildung und Prüfung

Der Erwerb des Rollerführerscheins gliedert sich in mehrere klar definierte Schritte. Von der Auswahl der Fahrschule über die Antragstellung bei der Behörde bis hin zu den finalen Prüfungen müssen einige wichtige Stationen durchlaufen werden. Eine gute Organisation hilft dabei, den Prozess reibungslos zu gestalten.
Voraussetzungen und Anmeldung
Bevor die Ausbildung beginnen kann, muss ein Antrag bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde gestellt werden. Dies geschieht in der Regel über die Fahrschule. Folgende Unterlagen sind dafür zwingend erforderlich:
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Ein aktuelles biometrisches Passfoto
- Bescheinigung über einen bestandenen Sehtest (nicht älter als zwei Jahre)
- Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs
Theoretische und Praktische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung ist die Grundlage für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Sie umfasst insgesamt 14 Doppelstunden à 90 Minuten. Davon behandeln 12 Stunden den allgemeinen Grundstoff für alle Führerscheinklassen und 2 Stunden den klassenspezifischen Zusatzstoff für die Klasse AM. Moderne Lehrmittel wie Apps und Online-Portale unterstützen das Lernen effektiv.
Im praktischen Teil gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Fahrstunden. Die Anzahl richtet sich nach dem individuellen Lernfortschritt und den Fähigkeiten des Fahrschülers. Der Fahrlehrer entscheidet, wann der Schüler ausreichend sicher ist, um die Prüfung zu bestehen. Im Fokus stehen hier die Grundfahraufgaben wie Slalomfahren, Bremsmanöver und das Fahren mit Schrittgeschwindigkeit.
Die Prüfungen: Theorie und Praxis meistern
Die theoretische Prüfung kann frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters abgelegt werden. Sie besteht aus 30 Multiple-Choice-Fragen. Um zu bestehen, dürfen Sie nicht mehr als 10 Fehlerpunkte sammeln. Die praktische Prüfung darf frühestens einen Monat vor dem Geburtstag stattfinden und dauert etwa 45 Minuten. Der Prüfer bewertet dabei die sichere Fahrzeugbeherrschung und das korrekte Verhalten im realen Straßenverkehr sowie die Durchführung mehrerer Grundfahraufgaben.
Kosten für den Rollerführerschein: Ein detaillierter Überblick 2025/2026

Die Gesamtkosten für den Rollerführerschein der Klasse AM können je nach Fahrschule, Bundesland und Anzahl der benötigten Fahrstunden stark variieren. Für eine realistische Budgetplanung sollten Sie mit Ausgaben zwischen 800 € und 1.500 € rechnen. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen, die wir hier für Sie aufgeschlüsselt haben.
| Kostenpunkt | Durchschnittliche Kosten (ca.) |
| Grundgebühr der Fahrschule | 150 € – 350 € |
| Lehrmaterial (App, Bücher) | 50 € – 90 € |
| Fahrstunde (Übungsstunde à 45 Min.) | 50 € – 75 € |
| Vorstellung zur theoretischen Prüfung | 50 € – 80 € |
| Vorstellung zur praktischen Prüfung | 120 € – 200 € |
| Prüfungsgebühr TÜV/DEKRA (Theorie) | ca. 25 € |
| Prüfungsgebühr TÜV/DEKRA (Praxis) | ca. 120 € |
| Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde | 40 € – 70 € |
| Erste-Hilfe-Kurs | 40 € – 60 € |
| Sehtest | ca. 7 € |
| Biometrisches Passfoto | 10 € – 20 € |
Wichtige Regelungen und Alternativen zur Klasse AM

Neben den Ausbildungs- und Kostenfragen gibt es weitere wichtige Aspekte rund um den AM-Führerschein, die für Fahranfänger relevant sind. Dazu gehören die Gültigkeitsdauer des Dokuments sowie mögliche Alternativen, die je nach Alter und Mobilitätsbedarf interessant sein können.
Gültigkeit des Führerscheins
Die Fahrerlaubnis der Klasse AM selbst ist unbegrenzt gültig. Allerdings müssen Führerscheindokumente, die seit dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, alle 15 Jahre erneuert werden. Hierbei handelt es sich um einen rein administrativen Akt zur Aktualisierung des Fotos und der Fälschungssicherheit. Eine erneute Prüfung ist dafür nicht erforderlich. Ältere Führerscheine müssen ebenfalls gestaffelt umgetauscht werden.
Alternativen: Mofa-Prüfbescheinigung und Klasse A1
Für Jugendliche, die eine noch günstigere und einfachere Option suchen, ist die Mofa-Prüfbescheinigung eine Alternative. Sie kann ebenfalls ab 15 Jahren erworben werden, berechtigt aber nur zum Fahren von Fahrzeugen bis 25 km/h. Hierfür ist lediglich eine theoretische Prüfung erforderlich. Wer hingegen größere Ambitionen hat, kann ab 16 Jahren den A1-Führerschein für Leichtkrafträder bis 125 cm³ erwerben. Die Klasse AM ist darin automatisch enthalten.
Sicher und mobil mit dem AM-Führerschein
Der Rollerführerschein der Klasse AM ist ein hervorragender Einstieg in die Welt der motorisierten Mobilität und vermittelt wichtige Grundlagen für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung, der richtigen Fahrschule und einem klaren Überblick über die anfallenden Kosten steht dem erfolgreichen Abschluss nichts im Wege.
Nutzen Sie die Ausbildung, um nicht nur die Prüfungen zu bestehen, sondern um ein verantwortungsbewusster und vorausschauender Fahrer zu werden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zur Fahrerlaubnis und allzeit eine sichere Fahrt!


Wie hoch sind die genauen Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs?
Vielen Dank für Ihre Frage. Die genauen Kosten für einen Erste-Hilfe-Kurs können je nach Anbieter und Region variieren. Es empfiehlt sich, direkt bei verschiedenen Anbietern nachzufragen, da manche Kurse auch von Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften bezuschusst werden könnten.
Ich hoffe, diese Information hilft Ihnen weiter. Schauen Sie sich gerne auch die anderen Artikel an, die ich veröffentlicht habe.
Ach du Schreck, wenn ich das hier lese über die Rollerführerscheine heute, da muss ich ja wirklich den Kopf schütteln. Kosten und Prüfungen, was für ein Aufwand! Das ist ja ein kommerzieller Zirkus, den sie da veranstalten.
Als ich meinen Lappen gemacht hab, das war noch zu Zeiten der DDR, da war das ganz anders. Bei der GST, der Gesellschaft für Sport und Technik, da ging’s noch um was. Da war der Führerschein fast kostenlos, ein paar Mark Lehrgangsgebühr, das war’s im Prinzip. Dafür hast du aber auch noch was gelernt! Nicht nur, wie man Gas gibt und lenkt. Da wurde dir beigebracht, wie ein Motor funktioniert, wie man ne Zündkerze wechselt, wie man sich um sein Gefährt kümmert. Technikverständnis, das war Pflicht.
Und die Ausbilder! Das waren gestandene Leute, oft ehemalige Armeeoffiziere. Die haben uns den Marsch geblasen, wenn wir nicht spurten. Militärisch streng, ja, das war es. Da wurde Disziplin großgeschrieben. Du hast gelernt, pünktlich zu sein, sauber zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen – für dich, für dein Fahrzeug und für andere Verkehrsteilnehmer. Da gab
Es ist wirklich interessant, Ihre Erfahrungen aus der DDR-Zeit zu lesen und wie sich die Anforderungen und der Lehrinhalt für den Rollerführerschein verändert haben. Sie haben Recht, dass der Fokus damals stärker auf technischem Verständnis und Disziplin lag, was in der heutigen Ausbildung vielleicht weniger im Vordergrund steht. Die Kosten und der Aufwand sind in der Tat gestiegen, und es ist verständlich, dass Sie das als „kommerziellen Zirkus“ empfinden, wenn man den Vergleich zu früher zieht.
Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar und dafür, dass Sie Ihre persönliche Perspektive geteilt haben. Es ist immer bereichernd, verschiedene Ansichten zu einem Thema zu hören. Schauen Sie sich gerne auch andere Artikel in meinem Profil an.