Die Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich auch „TÜV“ genannt, ist für jeden Fahrzeughalter eine wiederkehrende Pflicht. Statistisch gesehen fällt etwa jedes fünfte Fahrzeug beim ersten Versuch durch, was nicht nur ärgerlich ist, sondern auch zusätzliche Kosten für die Nachprüfung verursacht. Mit einer gezielten Vorbereitung können Sie jedoch die häufigsten Mängel selbst erkennen und beheben. Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch alle wichtigen Prüfpunkte und zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Fahrzeug optimal für die HU in den Jahren 2025 und 2026 vorbereiten, um die begehrte Prüfplakette auf Anhieb zu erhalten.
Wir erklären Ihnen, welche Dokumente unverzichtbar sind, welche Sicherheitsausrüstung an Bord sein muss und wie Sie die Technik Ihres Autos mit einfachen Handgriffen selbst überprüfen. Zudem erhalten Sie eine aktuelle Übersicht über die anfallenden Kosten und den genauen Ablauf der Prüfung.
Die richtige Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung (HU)

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Die HU ist eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit Ihres Fahrzeugs. Neuwagen müssen erstmals nach drei Jahren zur HU, danach ist die Prüfung alle zwei Jahre fällig. Die Abgasuntersuchung (AU) ist fester Bestandteil der HU und wird in der Regel direkt mit durchgeführt.
Um bestens vorbereitet zu sein, sollten Sie folgende Bereiche sorgfältig prüfen:
- Dokumente: Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Papiere griffbereit sind.
- Pflichtausrüstung: Überprüfen Sie, ob Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste vorhanden und in einwandfreiem Zustand sind.
- Technik-Check: Kontrollieren Sie Beleuchtung, Reifen, Bremsen und andere wichtige Bauteile.
- Gesamteindruck: Ein sauberes und aufgeräumtes Fahrzeug hinterlässt einen positiven Eindruck beim Prüfer.
Notwendige Unterlagen für die HU
Ohne die richtigen Papiere kann die Prüfung gar nicht erst beginnen. Halten Sie unbedingt die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) bereit. Sollte Ihr Fahrzeug aktuell nicht zugelassen sein, wird zusätzlich die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) benötigt.
Haben Sie technische Änderungen wie spezielle Felgen, ein anderes Fahrwerk oder Leistungssteigerungen vorgenommen? Dann müssen Sie die entsprechenden Prüfzeugnisse oder die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorlegen. Fehlen diese Nachweise, kann die Plakette verweigert werden.
Diese Ausrüstung muss im Auto sein
Bestimmte Gegenstände sind gesetzlich vorgeschrieben und werden bei der HU kontrolliert. Sorgen Sie dafür, dass sich folgende Dinge an Bord befinden:
- Verbandskasten: Er muss der DIN-Norm 13164 entsprechen und das Haltbarkeitsdatum darf nicht überschritten sein.
- Warndreieck: Ein funktionstüchtiges und gut erreichbares Warndreieck ist Pflicht.
- Warnweste: Mindestens eine Warnweste (nach Norm EN ISO 20471) muss im Fahrzeug sein, am besten griffbereit im Innenraum.
- Ladekabel (bei E-Autos/Plug-in-Hybriden): Das Ladekabel muss für die Prüfung vorhanden sein.
Der Technik-Check: Was Sie selbst prüfen können

Viele Mängel, die zu einer Nachprüfung führen, können Sie mit einem einfachen Selbstcheck im Vorfeld entdecken und beheben. Dafür benötigen Sie kein Expertenwissen. Nehmen Sie sich kurz Zeit und gehen Sie die folgende Checkliste durch, um teure Überraschungen zu vermeiden.
Beleuchtung und Sicht
Eine funktionierende Beleuchtung ist für die Sicherheit unerlässlich. Bitten Sie eine zweite Person um Hilfe und testen Sie alle Lichter: Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Blinker (inklusive Warnblinkanlage), Bremslichter, Nebelschlussleuchte und die Kennzeichenbeleuchtung. Auch die Kontrollleuchten im Auto im Armaturenbrett müssen beim Start kurz aufleuchten und dann erlöschen. Prüfen Sie zudem die Scheibenwischer auf Risse und stellen Sie sicher, dass die Scheibenwaschanlage funktioniert. Die Frontscheibe darf im Sichtfeld des Fahrers keine größeren Steinschläge oder Risse aufweisen.
Bremsen, Reifen und Fahrwerk
Die Bremsen müssen gleichmäßig ziehen. Achten Sie bei einer Probefahrt auf ungewöhnliche Geräusche wie Quietschen oder Schleifen. Die Reifen sind Ihr direkter Kontakt zur Straße. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, aus Sicherheitsgründen werden jedoch mindestens 3 mm empfohlen. Mit einer 1-Euro-Münze können Sie dies leicht prüfen: Verschwindet der goldene Rand im Profil, ist es noch tief genug. Überprüfen Sie die Reifen auch auf Beulen, Risse oder andere Beschädigungen. Ein Blick unter das Auto lohnt sich ebenfalls: Sind Auspuff und Stoßdämpfer fest und nicht stark verrostet?
Flüssigkeiten und Warnlampen
Leuchtet eine rote oder gelbe Warnlampe im Cockpit dauerhaft, ist dies ein sicheres Zeichen für einen Mangel, der vor der HU behoben werden muss. Insbesondere die Motorkontrollleuchte, ABS- oder Airbag-Leuchten führen direkt zum Nichtbestehen. Kontrollieren Sie zudem die Füllstände von Motoröl, Kühl- und Bremsflüssigkeit. Auch eine funktionierende Hupe ist prüfungsrelevant.
Kosten und Ablauf der Hauptuntersuchung 2025/2026

Die Kosten für die Hauptuntersuchung sind nicht bundesweit einheitlich, sondern variieren je nach Prüforganisation (z. B. TÜV, DEKRA, KÜS, GTÜ) und Bundesland. Für einen normalen Pkw sollten Sie für die HU inklusive der Abgasuntersuchung (AU) mit Kosten zwischen 130 und 150 Euro rechnen.
Werden bei der Prüfung „erhebliche Mängel“ festgestellt, muss das Fahrzeug innerhalb eines Monats zur Nachprüfung vorgestellt werden. Diese ist zwar günstiger als die Hauptprüfung, kostet aber je nach Umfang der Nachkontrolle zusätzlich etwa 15 bis 30 Euro. Wird die Frist von einem Monat überschritten, ist eine komplett neue, kostenpflichtige Hauptuntersuchung fällig. Bei der Einstufung als „verkehrsunsicher“ wird die Plakette sofort entfernt und das Fahrzeug darf nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.
Fazit: Mit guter Vorbereitung zur neuen Plakette
Die Hauptuntersuchung muss kein Stressfaktor sein. Mit der richtigen Vorbereitung, einem gründlichen Selbstcheck und der Vollständigkeit aller Unterlagen erhöhen Sie Ihre Chancen erheblich, die Prüfung auf Anhieb zu bestehen. Planen Sie den Termin rechtzeitig und beheben Sie kleine Mängel wie eine defekte Glühbirne im Vorfeld selbst. So sparen Sie nicht nur die Kosten für eine eventuelle Nachprüfung, sondern sorgen auch für Ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr.
Ein sauberes und aufgeräumtes Fahrzeug kann zudem den positiven Gesamteindruck abrunden. Weitere nützliche Informationen rund um die Fahrzeugprüfung finden Sie in unserem detaillierten Ratgeber zur Hauptuntersuchung beim Auto.


Mal ehrlich, muss sich denn wirklich jeder Artikel immer nur um Autofahrer drehen? Ich mache gerade den Motorradführerschein (Klasse A) und fühle mich bei solchen Texten komplett ignoriert. Ja, auch Motorräder müssen zur HU, aber die spezifischen Herausforderungen, die wir Biker haben – sei es bei der Vorbereitung, der Schutzkleidung, der Sichtbarkeit im Straßenverkehr oder den Grundfahraufgaben in der Prüfung – werden einfach konsequent ausgeblendet. Es wäre schön, wenn man auch mal an uns denken würde und konkrete Tipps für Motorradfahrer geben würde. Oder sind wir etwa keine Verkehrsteilnehmer?
Hallo zusammen,
ich stehe vor der Heraus
Hallo
vielen dank für deinen kommentar und dass du deine erfahrungen teilst. es ist gut zu wissen dass du einen weg gefunden hast mit der herausforderung umzugehen. manchmal sind es die kleinen anpassungen die den größten unterschied machen.
schau dir gerne auch meine anderen artikel an vielleicht findest du dort weitere inspirationen.
Man hört ja immer wieder, sei es von Freunden oder in Foren, dass das Bestehen einer Prüfung ganz entscheidend vom zugewiesenen Prüfer abhängt. Die Rede ist davon, dass manche Prüfer überaus fair und unterstützend sind, während andere angeblich förmlich nach Gründen suchen, um Kandidaten durchfallen zu lassen. Diese Vorstellung macht mich ehrlich gesagt extrem nervös. Es untergräbt ein wenig das Gefühl, dass eine gründliche Vorbereitung allein ausreicht, wenn am Ende die persönliche Sympathie oder die Tagesform des Prüfers eine so große Rolle spielen soll. Meine Frage ist daher: Ist an diesen Gerüchten wirklich etwas dran? Und wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, sich gegen solche vermeintliche Willkür zu wappnen, oder muss man einfach hoffen, einen ‚guten‘ Prüfer zu erwischen?
Vielen dank für deinen kommentar und die wichtigen fragen die du aufwirfst. es ist absolut verständlich dass dich solche gerüchte nervös machen und sie sind in der tat weit verbreitet. es gibt sicherlich unterschiede in den prüfungsstilen und der persönlichen art von prüfern. manche sind vielleicht ermutigender andere strenger in ihrer bewertung.
es ist jedoch wichtig zu betonen dass die meisten prüfer professionell und objektiv handeln. die prüfungsordnungen sind in der regel klar und sollen willkür verhindern. konzentriere dich auf eine solide vorbereitung und darauf deine kenntnisse klar und präzise darzulegen. übe auch das umgehen mit stress und das selbstbewusste auftreten. auch wenn du das gefühl hast auf einen strengeren prüfer zu treffen, kann eine gute vorbereitung den unterschied machen. schau dir auch gerne meine anderen artikel an, vielleicht findest du dort weitere nützliche tipps.
Wie lange beträgt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer des Führerscheinantrags beim Straßenverkehrsamt?
Vielen dank für deine frage. die bearbeitungsdauer kann je nach straßenverkehrsamt und der aktuellen auslastung variieren. im durchschnitt solltest du jedoch mit einer zeitspanne von einigen wochen rechnen, manchmal sogar bis zu zwei monaten, besonders wenn zusätzliche prüfungen oder unterlagen erforderlich sind. es ist immer ratsam, sich direkt bei deinem zuständigen amt zu erkundigen, um die genauesten informationen zu erhalten.
ich hoffe, diese information hilft dir weiter. schau dir gerne auch die anderen artikel in meinem profil an, vielleicht findest du dort noch weitere interessante themen.