Hey Leute, ich hab nächste Woche meine praktische Prüfung und bin jetzt schon fix und fertig. Letzte Fahrstunde hab ich vor lauter Nervosität fast den Motor abgewürgt, als ich anfahren wollte. Mein Fahrlehrer meinte nur, ich soll ruhig bleiben, aber das ist leichter gesagt als getan.
Ich hab gehört, manche nehmen vor der Prüfung Beruhigungsmittel oder Traubenzucker. Bringt das wirklich was? Ich will ja nicht total benebelt sein, aber ein bisschen weniger Panik wäre schon super. Was sind eure Erfahrungen damit?
Ach, diese Prüfungsangst. Kann ich gut nachfühlen, auch wenn die Zeiten heute ganz anders sind. Früher, da war das mit dem Auto noch ganz anders. Da gab es keine komplizierte Elektronik, die einen mit Anzeigen und Pieptönen verrückt macht. Man hat sich aufs Fahren konzentriert, auf die Straße, auf das Gefühl für die Maschine. Da war ein Motorabwürgen beim Anfahren vielleicht noch ein Zeichen von Ungeduld oder mangelnder Übung, aber keine Panikattacke, weil die Elektronik gleich Alarm schlägt.
Aber zurück zu deiner Frage. Beruhigungsmittel... Hm. Ich weiß nicht. Damals hätte man vielleicht eher einen starken Kaffee getrunken oder sich gesagt: "Reiß dich zusammen, das ist doch nur Fahren." Traubenzucker? Nun ja, das mag ein bisschen Energie geben, aber ob das die Nerven beruhigt, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass du dich vorbereitet fühlst. Du hast Fahrstunden gehabt, dein Fahrlehrer ist da. Vertrau auf das, was du gelernt hast. Denk an die Zeiten, als man noch mit einer Kurbel den Motor starten musste und die Heizung eine kleine Kohlenkiste war. Da war das Fahren noch handfester, direkter. Die Nervosität ist oft schlimmer als die Prüfung selbst. Atme tief durch, konzentrier dich auf das Wesentliche: Lenkrad, Gas, Bremse, Kupplung. Und wenn der Motor mal ausgeht, dann startest du ihn eben neu. Das ist kein Weltuntergang. Früher hätte man eher gelacht und es nochmal versucht. Versuche, diese Gelassenheit wiederzufinden, die das einfache Fahren damals mit sich brachte.
